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Serie 300"333 bei Issus Keilerei". Wer von uns erinnert sich nicht an den alten Pennäler-Spruch, der den historischen Sieg Alexander des Großen über Perserkönig Darius III zeitlich griffig machte. Die Typbezeichnung des Volvo 343 geht nicht ganz so flüssig von der Zunge - obwohl gerade in letzter Zeit immer mehr Fans sich mit dem "kleinen" Schweden anfreunden. Die Zeit heilt eben alle Wunden - selbst im Falle des 343, der einen ausgesprochen schlechten Start erwischte: Kinderkrankheiten, schlappe Fahrleistungen, das gewöhnungsbedürftige Äußere und ein ausgesprochenes "Oma"-Image sorgten für negative Schlagzeilen. Und dann war da noch etwas anderes: Verdiente dieses Modell überhaupt die Bezeichnung "Volvo" - auch wenn das dick und fett dranstand?Entworfen und gebaut wurde der 343 nämlich bei der Volvo Car B.V. in Holland - und entpuppte sich bei näherem Hinsehen als DAF-Konstruktion, die als DAF 77 (Code: P 900) auf den Markt kommen sollte. Aber Volvo hatte sich seit Herbst 1972 immer größere Brocken von Van Doorne's Automobielfabrieken einverleibt (deren Nutzfahrzeug-Sektor allerdings unberührt gelassen) und so am 343 schließlich mitgearbeitet. In der Golf-Klasse angesiedelt, bot der 343 einen zweitürigen Body mit großer Heckklappe und kam zunächst ausschließlich mit einem automatischen Getriebe (der guten alten DAF-Variomatic) daher. Sie saß vor der De-Dion-Hinterachse und sorgte zusammen mit dem 70 PS leistenden 1,4-l-Vierzylinder aus dem Renault 14 für müdes Temperament. Aber Volvo besserte nach und lieferte ab September 1978 (zum Modelljahr 1979) den 343 endlich mit einem manuellen Viergang-Getriebe; der fünftürige 3er, der dann folgerichtig 345 hieß, folgte kurze Zeit später. Kleiner PS-Nachschlag gefällig? Bitte sehr! Der 343 Oettinger (ursprünglich mal ein VW-Tuner) erblickte das Licht der Welt und lockte mit sportlichen Zutaten und vor allem mit einem auf 1,6 l Hubraum vergrößerten 90-PS-Triebwerk. Richtig spannend wurde es aber erst zum Modelljahr 1981, als der schwedische Hersteller die 360-Baureihe lancierte. Statt Renault- gab es nun Volvo-Motoren mit 2 l Hubraum und 95 PS (B 19 A); mehr sollte schon bald möglich sein: Mit Benzineinspritzung brachten es die potentesten Versionen auf satte 115 PS. Fünfgang-Getriebe, Drei-Wege-Kat mit Lambda-Sonde, eine Stufenheck-Version und im Lauf der Zeit eine ganze Reihe von Ausstattungs-Paketen (DL, GL, GLS oder GLT) machten aus dem ungeliebten Adoptivkind schlußendlich ein attraktives Automobil, dessen Fertigung erst 1989 (360) bzw. 1990 (340) auslief. |