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Serie 400Fit 4 Fun? Das Wunder geschah anno 1986: Pünktlich zum Genfer Salon im Frühjahr gab der nagelneue 480 ES sein vielbeachtetes Debut - als erster Volvo mit Frontantrieb! Freilich erregte der Novize noch aus anderen Gründen Aufmerksamkeit. Gebaut bei der niederländischen Tochtergesellschaft Volvo Car BV, weckte der aufregend geformte 480 ES nicht nur durch seine Typbezeichnung und sein "gläsernes Hinterteil" durchaus gewollte Erinnerungen an den legendären 1800 ES. Allerdings bot der 480er vier Erwachsenen Platz, die er durch seine komplette Ausstattung sowie eine Reihe origineller Details verwöhnte (so schaltete sich der Heckwischer ein, wenn der Fahrer in den Rückwärtsgang schaltete).Das gemeinsam mit Renault entwickelte, quergestellte 1720-ccm-Triebwerk (mit nassen Zylinderlaufbüchsen) brachte es auf 109 PS - genug für Tempo 190. Noch besser freilich konnte es der 480 Turbo, der ein Jahr später folgte und dank eines Garrett-Laders 120 PS mobilisierte. Mit den beiden 480-Modellen hatte Volvo die Richtung angegeben, wo es zukünftig langging. Nicht ganz unerwartet erschien deshalb im Juni 1988 mit dem 440 der Nachfolger der nach wie vor gebauten 300-Baureihe (die sich freilich als zählebig erwies und erst Anfang der 90er Jahre ihre Abschieds-Vorstellung geben sollte). In verschiedenen Ausstattungs- und Leistungsstufen erhältlich, präsentierte sich der Neuling als brav anzuschauende viertürige Limousine mit großer Heckklappe, die technisch dem sportlichen 480 folgte. Der brave Eindruck konnte trügen. Zwar versprach das Einsteiger-Modell mit 82 PS nicht eben zügelloses Temperament - während sich der 440 Turbo mit seinen 120 Pferdchen selbst auf der Autobahn durchaus Respekt zu schaffen vermochte! Für die Freunde klassischer Stufenheck-Limousinen erschien Ende 1989 der Volvo 460, der bei uns in Deutschland als 460 GL Injection mit DM 27.990,- einen glatten Tausender mehr kostete als der entsprechende 440er. Damit war die Mittelklasse-Formel der nächsten Jahre gefunden. Was kam, waren Retuschen. So ergänzte 1993 ein 2-l-Motor das Angebot, während etwa der Seitenaufprallschutz SIPS seit dem Modelljahr 1995 die Autos noch sicherer machte (sie kamen nun alle serienmäßig mit ABS und Fahrer-Airbag daher). Und dann? Dann lancierte Volvo, als Joint-Venture mit Mitsubishi, zur IAA 1995 den S und den V 40. Womit langfristig das letzte Stündlein der 400-Serie geschlagen hatte. |